Und wieder steht der Mais...

Diese Saison ist unser Flugfeld zwar nicht ganz so eng eingekesselt, dennoch hat es am unteren Pistenende und auf vielen anderen Feldern in unmittelbarer Nähe wieder Mais. Die Empfehlung, mit einem GPS-Tracker zu fliegen, ist deshalb wieder hoch aktuell.

Bereits letztes Jahr hat Didi eine kurze Einführung als PDF sowie im Jahresbericht 2012 auf Seite 21 veröffentlicht.

Mittlerweile fliegen viele Piloten im Verein auch mit Telemetriesystemen, welche kleine und leichte GPS-Module beinhalten. Diese Systeme übertragen die aktuellem Koordinaten zum Sender, häufig zusätzlich noch die Höhe, Distanz und Richtung relativ zum Startpunkt. Damit lässt sich ebenfalls ganz prima ein Flugzeug orten, insbesondere wenn die Koordinaten ins Smartphone übertragen werden (z.B. in Google Maps mit "loc: 47.40403,8.29005" im Suchfeld).

Einen Pferdefuss besitzen einige mir bekannten Systeme allerdings: Sobald der Sender keine Daten mehr vom Modell erhält, schaltet er die Telemetrieausgabe aus, anstatt den letzten Wert beizubehalten. Ist der Flieger nach einer Bruchlandung ohne Strom oder aus sonst einem Grund der Rückkanal ohne Verbindung, ist das Senderdisplay nutzlos und die Suche geht trotzdem wieder los. Die löbliche Ausnahme hier ist die neue Futaba FX32, welche die letzten Werte beibehält.

Ganz hoffnungslos ist es aber nicht, falls das System die Möglichkeit zum Datenlogging unterstützt. Graupner speichert zum Beispiel automatisch alle Telemetriedaten auf einer SD Speicherkarte auf, falls die Flugzeituhr aktiviert ist. Diese Daten können anschliessend auf dem PC gelesen werden (oder bei Jeti sogar direkt auf dem Sender angezeigt werden). Zwar hat kaum jemand einen PC auf dem Platz, aber es kostet doch meist weniger Zeit, kurz zuhause die Daten auszulesen, bevor Stunden im Feld bei der Suche verbracht werden... Es ist aber zwingend, die Logging-Funktionen beim Sender auch einzuschalten. Eine kurze Handbuchstudie lohnt sich auf jeden Fall! Es empfiehlt sich auch, sich vorher mit den Log-Analyse Tools etwas vertraut zu machen, damit in der Hitze des Gefechts die gesuchten Daten schnell zur Hand sind.

Im Bild unten ist ein kompletter Trace, wie er vom DataExplorer mit Hilfe von Google Earth dargestellt wird. Die Landung war etwas vom Winde verwehnt und knapp neben der Piste, wie deutlich zu sehen ist. Mit einem solchen Bild und den Koordinaten bewaffnet, ist die Suche im Feld im Notfall eine kurze und effiziente Angelegenheit.