Gebirgsausflug Gebidem 2022
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- Erstellt: Montag, 15. August 2022 20:50
- Geschrieben von Martin Näf
Nach einem Jahr Pause war es diesen August wieder soweit: Fünf tapfere Piloten vom MSVS und zwei Kollegen der MG Hotwings machten sich auf den Weg zum Gebidempass oberhalb von Visperterminen im Wallis. Vom Freitag bis Sonntag wollten wir das Segelfliegen im hohen Gebirge vor majestätischer Kulisse geniessen.
Es ist inzwischen hinreichend beschrieben und beklagt worden - das Fliegen auf dem Gebidempass muss man sich verdienen. Die ca. 40 Minuten Aufstieg vom Giw zum Pass bringen auch einigermassen trainierte Sportler zum Schwitzen. Aber weil der Landplatz oben fast komplett frei von Hindernissen ist, und weil man gerne auch etwas weiter hinaus fliegt, lohnt es sich auf jeden Fall, die grösseren Flieger hoch zu hieven. Selber schuld, wer sich wie der Autor dieser Zeilen noch zusätzlich mit schwerer Kamera und Stativ belastet - aber schliesslich will man die Eindrücke mit den Daheimgebliebenen teilen.
Genug zum Thema Wandersport, kommen wir zum eigentlichen Kern des Ausflugs, dem Segelfliegen. Das war auch diesmal wieder klar ein Erfolg. In anderen Jahren hatten wir schon etwas stabileres Wetter und mehr Thermik, trotzdem konnten wir an allen drei Tagen fliegen. Etwas feucht war der Freitag, mehrfach wurden wir von Regenzellen knapp gestreift, irgendwann wurde es definitiv zu nass und wir packten unsere sieben Sachen. Das Tipi neben dem See bot noch etwas Schutz, so dass wir wenig später dann wieder im Trockenen den Abstieg schafften. Zugegeben, das erklärte Ziel, länger zu fliegen als zu wandern haben wir verfehlt, aber Spass gemacht hat es trotzdem. Dafür blieb dann noch Zeit für gleich zwei Apéros vor dem Nachtessen.
Am Samstag kamen wir dann gut ausgeschlafen auf unsere Rechnung. Den ganzen Tag hatten wir schönen Sonnenschein, weit und breit keine Regentropfen in Sicht und auch T-Shirt-kompatible Temperaturen, was auf der Höhe keine Selbstverständlichkeit ist. Alle Piloten kamen an diesem Tag auf etliche schöne Flüge. Besonders friedlich sind jeweils die Stunden gegen Abend, an denen zwar die Sonne blendet, aber dafür nochmals ruhig die Thermik ausgeflogen werden kann. Uns hat es so lange auf dem Berg gehalten, dass kaum mehr Zeit für den Apéro blieb und wir fast direkt zum Nachtessen schritten. Natürlich wieder mit einem Gläschen vom besten lokalen Rotwein, dem Mitra. Zum Wein muss gesagt werden, dass unser lokaler Favorit nur in den Restaurants im Dorf und in der Weinhandlung zu finden ist. Der Test steht noch aus, ob der Wein auch im Flachland so ausgezeichnet schmeckt, oder ob unser Urteilsvermögen von der Höhenluft und dem allgemeinen Enthusiasmus vor Ort geschönt wird.
Sonntag war Abschlusstag. Der Morgen begann nochmals mit schönen Wetter, aber diesmal mit Wind vom Süden, der später kehrte und für weniger ausgeprägte Aufwinde sorgte. Für ein paar schöne Flüge, unterstützt durch Elektrothermik, hat es allemal gereicht, bevor wir uns dann auf den Weg zurück ins Flachland machten. Ganz klar, auch nächstes Jahr sind wir wieder auf dem Gebidem!
Bilder gibt es natürlich in der Gallerie, Videomaterial ist noch in Bearbeitung...