Winterfliegen! Wenn nicht jetzt, wann dann?

Modellflieger sind hart im Nehmen. Bei minus 11°C fliegen nur die steinharten Piloten noch outdoor. Indoor fliegen ist zwar auch schön, aber draussen zu fliegen ist halt schon etwas anderes.  Das Fensterthermometer zeigte rund -5°C an, die Messung auf dem Feld ergab dann die minus 11°C. So geschehen am Samstag 4. Februar 12, auf dem Höhepunkt der Kältewelle über der Schweiz.

Da in unseren Breitengraden oft nur wenig Schnee liegt, dieser mehrheitlich pappig und nass ist und meistens eine Halbwertszeit von nur ein paar Stunden hat, herrschen für die Eis- und Schneeflieger nun perfekte Verhältnisse. 

Es galt, den LiPo-Akku gut temperiert aus dem Hause nach drausen zu nehmen um volle Leistung der Zellen bei dieser polaren Kälte auf den Motor zu bringen. LiPo-Zellen sind gerade bei diesen eisigen Temperaturen arg gefordert.

Dank Pulverschnee und gut gewachsten Skiern am EPP-Zoom stand dem winterlichen Vergnügen nichts mehr im Weg. Stiebender Schnee beim gleiten auf dem gefrorenen Weiss und ab in die Luft mit dem Zoom. Und so macht eigentlich schon das "Rollen" bzw. Gleiten auf den Skiern mindestens soviel Spass wie das anschliessende fliegen. Elegantes Taxying und Slides am Boden sind fast so spektakulär wie schöne Loopings und Rollen in der Luft. Einzig der Vorhalt beim fliegen gegen die etwas mässige Bise auf meinem Fluggelände verlangte nebst den üblichen Kunstflugmanövern zu beherzten Steuerausschlägen und heizen mit dem Motorregler. Ein paar Bilder dazu, hier bitte!

Umso besser zu wissen, dass nach den morgendlichen Turnübungen draussen bei klirrender Kälte am Nachmittag einmal mehr angenehmes fliegen in "unserer" Superhalle in der Burkertsmatte in Widen angesagt ist.

Nach etwa 15 Minuten fliegen draussen zollte auch ich dem Windchill Tribut und was lag näher, mich ins geheizte Haus zurückzuziehen und mit Kaffee fertig von Innen her etwas zu "heizen".