Erstflüge am 30. Juni 2013
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- Erstellt: Dienstag, 02. Juli 2013 19:24
- Geschrieben von Martin Näf
Am Sonntag dem 30. Juni meldete sich der Sommer mit einer Schönwetterstörung zurück. Entsprechend gut besucht war unser Platz in Stetten. Der Tag stand ganz im Zeichen von Erst- und "Erst"-Flügen. Drei Flieger schnupperten zum ersten Mal Höhenluft, und zwei weitere durften nach vielen Jahren im Keller mit frischer Elektronik wieder raus.
Hätte nicht ein Querruderservo den Dienst quittiert, wäre es sogar ein Flug mehr gewesen. Doch alles der Reihe nach...
Für die vielen Segelflugzeuge auf dem Platz mussten erst mal die Schlepper bereit gemacht werden. Der Anfang macht René mit seiner Rascal, die zum ersten Mal auf dem Platz stand. René kannte den Fliegertyp ja schon bestens vom letzten Jahr, so dass er mit dem neuen Modell keine Überraschungen erwartete. Und tatsächlich war der Erstflug äusserst unspektakulär. Einzig etwas Mischer von Landeklappen auf Tiefe fehlte noch, aber die sind bei der Rascal eh optional... Sofort wurde der erste Segler angehängt, und es ging aufwärts - noch viele Male an diesem Nachmittag.

Nach der Rascal ging es weiter mit Erstflügen. Diesmal war Peter mit seiner neuen Supermach am Zug. Ein High-Tech Segler, voll in Verbundstoffbauweise und mit leichtem Motor und Akku ausgerüstet. Als erfahrener Pilot auf dem Platz übernahm Adi die Kontrolle für die ersten Flüge. Auch dieser Vogel fühlt sich offensichtlich wohl in seinem Element und liess den Besitzer mit einem breiten Lächeln auf dem Gesicht erstrahlen. Renés Supermach wollte sich leider an dem Tag nicht seiner Zwillingsschwester anschliessen. Ein Querruder zeigte sich stur und starr, so dass der Erstflug verschoben werden musste.



René und Didi brachten ihre Rascals nicht umsonst auf den Platz. Es wurde fleissig geschleppt. Als nächstes war Renés Minimoa daran. Der Flieger verstaubte zuvor während vielen Jahren bei Adi im Schrank, eigentlich eine Schande für einen solch attraktiven Flieger. Ein kurzer Blick auf die Servos verriet das Alter des Fliegers, welches wohl eher in Jahrzehnten gemessen werden musste. Doch mit neuem Akku und Empfänger gepaart sollte auch dieser Oldtimer wieder zum Leben erweckt werden. Und wie er flog! Auch diesmal war unser Eidg. Diplomierter Einflieger Adi am Steuer und zeigte gleich mit einer nicht ganz vorbildgetreuen Akro-Nummer, was in dem Flieger steckt. René musste sich einige neidische Blicke gefallen lassen - mach ein anwesender Pilot hätte die exzellent gebaute Minimoa gern sein Eigen genannt.


Ebenfalls aus einem staubigen Keller gerettet wurde Martin's B4. Als Teenager hatte er den Flieger gebaut und fleissig in Bellikon am "Käntli" geflogen. Danach lag sie ca. 20 Jahre brach und wurde erst dieses Jahr wieder mit frischer Elektronik und Schleppkupplung ausgestattet. Mangels Dokumentation und inkonsistenter Internet-Recherche war der gewählte Schwerpunkt eher eine Schätzung, so dass Martin gerne die Kontrolle zum ersten Flug einem routinierterem Piloten übergab. Einmal mehr war Adi hilfreich zur Stelle - sein eigener Flieger war zu diesem Zeitpunkt noch immer nicht montiert... Auch die B4 verzichtete auf jegliche Zicken und genoss sichtlich die Thermik unter den Flügeln. Martin flog sie gleich danach selber und erinnerte sich an die guten alten Zeiten...

Noch immer wartete ein frischer Vogel auf den ersten Einsatz. War bisher vor allem der Segelflug inklusive Schlepper vertreten, gab es zu guter Letzt doch noch einen reinrassigen Motorflieger zu sehen. René hatte eine Multiplex Tucano dabei, eine interessante Konstruktion aus Schaum mit Verstärkung aus Sperrholz. Das geplante Einziehfahrwerk war leider noch nicht erhältlich, so dass erst mit starrem Fahrwerk geflogen wurde. Auch diese Schaumwaffel reihte sich auf Anhieb in die Reihe der unkomplizierten Spassflieger ein, schon im ersten Flug gab's ein Akroprogramm mit sauberer Landung zu bestaunen.

Schlussendlich kam auch Adi noch dazu, die vorhandenen Bärte auszukurbeln. Der Sommer ist zurück!